Tomaten anzubauen macht Spaß und lohnt sich: Sie ernten jede Menge frische Tomaten, die besser schmecken als alles, was Sie im Laden kaufen können. Alle Tomatensorten lassen sich leicht ziehen und schmecken am besten, wenn sie in der Sonne wachsen. Es gibt viele verschiedene Sorten, etwa Cherrytomaten, alte Landsorten und riesige Fleischtomaten – jede mit eigener Fruchtform, eigenem Geschmack und eigener Verwendung in der Küche.
So bauen Sie Tomaten zu Hause an:
Für eine erfolgreiche Tomatenernte brauchen Sie nährstoffreichen, fruchtbaren Boden oder torffreie Kübelpflanzenerde und einen sonnigen, geschützten Platz. Gießen Sie regelmäßig und düngen Sie wöchentlich mit einem kaliumreichen Dünger, sobald die Pflanzen zu blühen beginnen.
Tomatensorten
Tomaten werden in zwei Hauptgruppen eingeteilt:
- Buschtomaten (determinierte Sorten), die nicht ausgegeizt werden müssen, da sie ihr Wachstum von selbst begrenzen und buschig wachsen.
- Stabtomaten bzw. halbhohe Sorten (indeterminiert), die in die Höhe wachsen und eine Stütze brauchen.
Buschtomaten werden meist in Töpfe oder Hängeampeln gepflanzt, wobei ihre Triebe über den Rand hängen. Stabtomaten werden in die Höhe gezogen und an einem Stab oder Pfahl befestigt.
Wenn Sie Stabtomaten anbauen, brauchen Sie einen Stab, etwa aus Bambus, um die Pflanze zu stützen, und müssen die Seitentriebe ausgeizen, damit die Pflanze an einem Haupttrieb trägt.
Für Einsteiger sind Cocktail- oder Buschtomaten eine gute Wahl, da sie weniger Schnitt brauchen.
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Tomaten gibt es auch als Jungpflanzen zu kaufen – wenn Sie aber außergewöhnliche Sorten probieren möchten, lohnt es sich, Tomaten aus Samen zu ziehen.
Säen Sie von Ende Februar bis Anfang April. Säen Sie die Samen in 7,5-cm-Töpfe mit feuchter, torffreier Anzuchterde, bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht Vermiculit, gießen Sie an und decken Sie die Töpfe mit Folie ab. Stellen Sie sie auf eine warme, helle Fensterbank oder in ein Zimmergewächshaus.
Sobald die Samen gekeimt sind, entfernen Sie die Folie (bzw. nehmen Sie sie aus dem Zimmergewächshaus) und halten Sie die Erde feucht. Pikieren Sie die Sämlinge bei etwa 2–3 cm Größe in 5-cm-Töpfe und versorgen Sie sie später mit flüssigem organischem Tomatendünger (hier ansehen). Ziehen Sie sie im Topf weiter, solange es nötig ist, und binden Sie die Stängel mit weicher Schnur an einen dünnen Stab.
Stellen Sie Ihre Tomaten nach den letzten Frösten ins Freie – in Mitteleuropa meist nach den Eisheiligen Mitte Mai. Wählen Sie einen sonnigen, geschützten Platz und pflanzen Sie sie ins Beet (in Erde mit reichlich organischem Dünger), in 30-cm-Töpfe oder zu zweit oder dritt in einen Pflanzsack. Wenn Sie Tomaten im Gewächshaus ziehen, pflanzen Sie Basilikum dazu – es gedeiht unter denselben Bedingungen.
Tomaten im Gewächshaus
Der Anbau im Gewächshaus ähnelt dem im Freien, nur ist die Saison länger. Schützen Sie die Pflanzen vor zu großer Hitze, die harte Schalen, Reifeflecken und – wenn Sie das regelmäßige Gießen vergessen – Blütenendfäule verursachen kann. Bringen Sie dazu Rollos an, verwenden Sie Schattierfarbe oder hängen Sie ein Schattiernetz auf.
Pflege von Stab- und Buschtomaten
Hochwachsende Stabtomaten müssen ausgegeizt und mit weicher Schnur an Stäben aufgebunden werden. Sobald sich die ersten kleinen Früchte zeigen, entfernen Sie die Blätter darunter, damit Licht und Luft besser an die Früchte kommen. Haben sich vier Fruchtstände gebildet (im Freiland; im Gewächshaus mehr), kappen Sie die Triebspitze.
Sobald sich Blüten zeigen, düngen Sie die Pflanzen wöchentlich mit flüssigem Tomatendünger, hier ansehen. Gießen Sie Tomaten gleichmäßig, denn unregelmäßiges Gießen führt zu aufplatzenden Früchten oder harten, schwarzen Flecken, der sogenannten Blütenendfäule. Sie entsteht durch Calciummangel in der Frucht, da Calcium mit dem Wasser aufgenommen wird.
Buschtomaten mit ihrem kompakten Wuchs können Sie mehr oder weniger einfach wachsen lassen. Sind die Früchte unter den Blättern versteckt, lichten Sie das Laub etwas aus, damit die Sonne sie reifen lässt. Stützen Sie schwere Fruchtstände z. B. mit umgedrehten Töpfen, damit die Stiele nicht abknicken.
Tomaten ernten
Lassen Sie alle Tomaten an der Pflanze ausreifen – das verbessert den Geschmack erheblich. Gegen Saisonende entfernen Sie ältere Blätter, damit mehr Licht hereinkommt und Grauschimmel vorgebeugt wird. Wird es kalt, ernten Sie die Fruchtstände und lassen Sie sie im Haus nachreifen.
Tomaten lagern
Tomaten schmecken am besten direkt vom Strauch, wenn sie noch sonnenwarm sind. Einfrieren vertragen sie schlecht, aber bei Zimmertemperatur halten sie sich etwa eine Woche. Lagern Sie Tomaten möglichst nicht im Kühlschrank, da sie dort mehlig werden.
Am besten verarbeiten Sie Tomaten zu Tomatensauce und frieren diese ein.











